25.09.2026 Meine Woche in Berlin vom 21. bis 25. September 2026

Dr. Paul Schmidt MdBNun ist die zweite September-Sitzungswoche auch schon wieder vorbei. In der Regierungsbefragung am Mittwoch konnte ich Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann von der CDU zu den Themen Krankenhausversorgung und Pflegeversicherung befragen. Ich durfte im Deutschen Bundestag meine inzwischen 16. Rede halten. Dieses Mal ging es um zwei Anträge der Linken zu Immobilien und Gängeleien von Vermietern. Umweltminister Carsten Schneider habe ich gefragt, wie er zu der Behauptung kommt, dass man 60 Kernkraftwerke in Deutschland braucht. Am Freitag schließlich stimmte der Bundestag über den sogenannten Tankrabatt ab.

Die Preise an den Zapfsäulen sind extrem. Für den Zeitraum vom 1. Oktober bis zum 31. Dezember 2026 wird es einen kleinen Lichtblick geben. Der Rabatt beträgt rund 17 Cent pro Liter Benzin und Diesel. Als AfD-Fraktion haben wir dem Tankrabatt zugestimmt, weil die hohen Kraftstoffpreise viele Menschen belasten. Das generelle Problem bleibt, dass Energiesteuern in Deutschland viel zu hoch sind. Auch beim im Frühjahr beschlossenen Tankrabatt hatten wir als AfD trotz grundsätzlicher Kritik zugestimmt. Jetzt muss die Entlastung wirklich an der Zapfsäule ankommen.

Von Minister Carsten Linnemann wollte ich wissen, wie die Bundesregierung die Versorgung gerade im ländlichen Raum sicherstellen will, denn die vor der Sommerpause beschlossenen „Reformen“ sehen viel zu niedrige Erstattungen für die Leistungen der Krankenhäuser vor. Wenn Krankenhäuser schließen, werden Wege länger – für Patienten ebenso wie für den Rettungsdienst. Deshalb wollte ich wissen, mit wie vielen Klinikschließungen und mit wie vielen zusätzlichen Unfalltoten der Minister rechnet. Zahlen nannte er nicht. Stattdessen erklärte Linnemann, warum er die Krankenhausreform für richtig hält. Er verwies auf die notwendige Spezialisierung von Krankenhäusern.

Auch die Pflegeversicherung war ein Thema. Linnemann hatte wenige Tage zuvor erklärt, dass das Pflegesystem langfristig nicht tragfähig sei. Er sprach von jährlichen Ausgaben von rund 75 Milliarden Euro und davon, dass etwa zehn Prozent eingespart werden müssten. Welche Leistungen wären davon betroffen? Und wie sieht seine Vorstellung von einer Pflegeversicherung aus?

Der Minister verwies darauf, dass die Pflegeversicherung schon heute keine Vollversicherung sei. Anschließend sprach er vor allem über die Leistungszuschüsse für Pflegeheimbewohner und über die zunehmenden finanziellen Belastungen der Kommunen. Die zentrale Frage blieb offen: Wo sollen Einsparungen konkret erfolgen und welche Folgen werden sie für die Versicherten haben?

In meiner inzwischen 16. Rede im Deutschen Bundestag beschäftigte ich mich mit Immobilien. Mit zwei Anträgen wollte die Linke Vermieter gängeln. Mit einem Immobilientransparenzregister sollen weit mehr Daten erfasst werden, als für die Bekämpfung von Geldwäsche erforderlich sind – darunter Mieten, Leerstand, Zimmerzahlen und sogar die kompletten Mietverträge.

In einem zweiten Antrag forderte die Linke zusätzliche Vorgaben für Vermieter. Sollten sie nicht ausreichend Rücklagen für Instandsetzungen und Erneuerungsmaßnahmen nachweisen können, soll ihnen das Vermieten verboten werden. Für mich gilt: Geldwäsche muss bekämpft werden. Aber zusätzliche Datensammlungen, Genehmigungspflichten und immer neue Vorgaben schaffen keine einzige neue Wohnung. Private Vermieter müssen unterstützt und nicht noch mehr eingeschränkt werden, sonst fehlen bald noch mehr Wohnungen. Beide Anträge wurden ganz in meinem Sinne abgelehnt.

Ich habe auch eine Zahl von Bundesumweltminister Carsten Schneider aus der vergangenen Sitzungswoche hinterfragt. Am 8. September erklärte er im Deutschen Bundestag: „Wie viele neue Atomkraftwerke bräuchten wir? Ich kann es Ihnen sagen: 60 Atomkraftwerke.“ Woher hat der Minister die Zahl? Genau das wollte ich in einer schriftlichen Frage von ihm wissen. Ich fragte nach der Datengrundlage, nach der angenommenen Leistung der Kernkraftwerke, nach ihrer Jahresstromerzeugung und nach dem Stromverbrauch, der der Rechnung zugrunde gelegt wurde.

Das Bundesumweltministerium musste eingestehen, dass es sich um eine „Überschlagsrechnung“ für den theoretischen Fall handelt, dass die gesamte deutsche Stromerzeugung vollständig auf Kernenergie beruhen würde. Eine Vollversorgung Deutschlands mit Kernenergie ist gar nicht unser Vorschlag. Wir wollen die neun zuletzt abgeschalteten Kernkraftwerke mit zusammen rund zwölf Gigawatt Leistung innerhalb von drei bis sechs Jahren wieder ans Netz bringen. Die dafür veranschlagten Kosten liegen bei rund 18 Milliarden Euro. Sie sehen: Das war eine Woche mit vielen Themen.

Ihr/Euer Paul Schmidt

08.09.2026 Dr. Paul Schmidt (AfD) mit Rede zum Haushalt des Umweltministeriums 2027 (mit Video)

Dr. Paul Schmidt (AfD) mit Rede zum Haushalt des Umweltministeriums 2027

Sehr geehrter Herr Präsident!
Sehr geehrter Herr Minister!

Für den Einzelplan 16, den Haushalt des Umweltministeriums, sind 2027 rund zweidreiviertel Milliarden Euro vorgesehen. Wohin geht das Geld?

Ich habe mir die Mitarbeiterzahlen des Ministeriums und der nachgeordneten Behörden angeschaut. Das Umweltministerium selbst beschäftigt rund 1 260 Mitarbeiter, das Umweltbundesamt 2 000, das Bundesamt für Strahlenschutz rund 600 und das Bundesamt für Naturschutz etwa 500.

Beim Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung, BASE, sind es 470. Die Bundesgesellschaft für Endlagerung, BGE, beschäftigt inzwischen mehr als 2 500 Menschen. Die Gesellschaft für Zwischenlagerung, BGZ, nennt rund 800 Mitarbeiter an 19 Standorten.

Hinzu kommen rund 900 Beschäftigte bei der Organisation „Zukunft – Umwelt – Gesellschaft“, abgekürzt ZUG. Alles zusammen sind das inzwischen circa 9 000 Beschäftigte in acht verschiedenen Organisationen. Letztes Jahr habe ich das alles schon kritisiert, geändert hat sich aber nichts.

Bei der Endlagersuche haben wir kein Defizit an Organisationen: BGE, BASE, Nationales Begleitgremium, Forum Endlagersuche, später zudem Regionalkonferenzen und Rat der Regionen.

Immer neue Gremien, Beteiligungs- und Kommunikationsformate! Die Endlagersuche ist aber doch eine geowissenschaftliche, eine kerntechnische und eine genehmigungsrechtliche Herausforderung.

Sie muss professionell bearbeitet und dann entschieden werden.

Träger der Öffentlichkeitsbeteiligung ist das BASE, das sich einen realitätsfernen Event- und Beteiligungsapparat leistet.

Die Auswahl der Bürgervertreter für das Nationale Begleitgremium wird aber an externe Dienstleister ausgelagert. Diese Dienstleister kontaktieren 20 000 Bürger, laden 180 Personen auf Staatskosten für zwei Tage nach Berlin ein, um am Ende daraus 6 Personen auszuwählen.

Währenddessen posten die eigenen Mitarbeiter Hundevideos anlässlich des Internationalen Bürohundtages, erinnern mit Katzenvideos an den Weltkatzentag und reisen ganz offiziell zur Leipziger Buchmesse, um Planspiele anzubieten.

Sucht man so etwa nach einem Endlager?

Sie, Herr Minister Schneider, haben auf meine Kurzintervention zur Kernkraft und zur Endlagersuche hier am 27. März dieses Jahres im Plenum gesagt – ich zitiere -:

„Sie haben das Problem des Endlagers nicht gelöst. Der Müll strahlt, und wir finden keins.“

Herr Minister, Sie als bekennender Kernkraftgegner nutzen das Nichtfinden eines Endlagers als Argument gegen die Kernkraft. Inzwischen sagen Sie zwar selbst, die Endlagersuche müsse beschleunigt werden. Aber wer soll Ihnen das noch glauben? Das müssen Sie Ihren Wählern besser erklären.

Wir fordern, Umweltbundesamt und Bundesamt für Naturschutz zusammenzuführen, BASE und BfS zu einer schlagkräftigen Bundesbehörde zusammenzuführen, BGE, BGZ und ZUG einer umfassenden Aufgabenkritik zu unterziehen. In allen Organisationen müssen Beteiligungs- und Kommunikationsstrukturen auf das notwendige Mindestmaß zurückgeführt werden.

Wir brauchen keine Doppelstrukturen, keine staatliche Selbstbeschäftigung, sondern klare Verantwortung.

Und wenn Sie wirklich Klimaschutz wollen, dann bringen Sie unsere abgeschalteten Kernkraftwerke wieder ans Netz; denn die sind CO2-frei.

05.09.2026 Dr. Paul Schmidt: Bundesregierung muss Wohnungsbau endlich ermöglichen – Baden-Württemberg stark betroffen

Der Wohnungsbau in Deutschland steckt nach Einschätzung des AfD-Bundestagsabgeordneten Dr. Paul Schmidt weiterhin in einer tiefen Krise. Der vom Pestel-Institut am 26. August vorgestellte „Bau-Monitor 2026“ beziffert das bundesweite Defizit auf rund 1,35 Millionen Wohnungen. In Baden-Württemberg fehlen demnach rund 201.000 Wohnungen. Gleichzeitig geht die Zahl der jährlichen Fertigstellungen weiter zurück.

Schmidt kennt die Probleme des Wohnungsbaus auch aus der kommunalen Praxis. Als Karlsruher Stadtrat ist er seit mehr als zwölf Jahren in der Kommunalpolitik aktiv. „Es wird immer schwerer, preiswert zu bauen“, sagt Schmidt. Steigende Bau- und Grundstückskosten, hohe Anforderungen und zunehmende bürokratische Hürden machten es Kommunen, Wohnungsunternehmen und privaten Bauherren schwer, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.

„Der Wohnungsbau steckt in einer tiefen Krise, und ein Stopp des Abwärtstrends ist nicht in Sicht. Das Wohnungsdefizit hat ein neues Rekordniveau erreicht“, erklärt Schmidt. Das von der früheren Ampel-Regierung ausgegebene Ziel von jährlich 400.000 neuen Wohnungen sei Jahr für Jahr deutlich verfehlt worden. Die schwarz-rote Bundesregierung habe bislang lieber gar kein Neubauziel vorgelegt.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden 2024 noch rund 252.000 Wohnungen fertiggestellt, 2025 waren es nur noch etwa 206.000. Für 2026 rechnet das ifo Institut mit rund 185.000 Fertigstellungen. Damit vergrößert sich die Lücke zwischen Neubau und tatsächlichem Bedarf weiter.

Für den Südwesten habe die Entwicklung erhebliche Folgen. „In einem auf seine wirtschaftliche Produktion angewiesenen Land wie Baden-Württemberg ist bezahlbarer Wohnraum ein Standortfaktor. Wenn Familien, Arbeitnehmer und junge Menschen keine bezahlbaren Wohnungen mehr finden, wird auch das – neben der überbordenden Bürokratie und den viel zu hohen Strompreisen – zu einem wirtschaftlichen Problem“, erklärt Schmidt abschließend.

08.08.2026 Paul Schmidt: Neues StromVKG verschärft Importabhängigkeit Baden-Württembergs – Kernkraft-Reaktivierung statt Milliarden-Subventionen für Gaskraftwerke gefordert

08.08.2026 Paul Schmidt: Neues StromVKG verschärft Importabhängigkeit Baden-Württembergs – Kernkraft-Reaktivierung statt Milliarden-Subventionen für Gaskraftwerke gefordert Zum neuen Strom-Versorgungssicherheits- und Kapazitätengesetz (StromVKG) der Bundesregierung, der verfehlten…