Wenn man die Situation im Südwesten Karlsruhes kennt, glaubt man seinen Augen kaum, wenn man den Verkehrsentwicklungsplan der Stadt Karlsruhe – Teil 2 „Szenarien und integriertes Handlungskonzept“ vom Januar 2013 liest.

Verkehrsentwicklungsplan2013Titel

Steht da doch im Kapitel 5 „Integriertes Handlungskonzept“ Folgendes geschrieben („MIV“= motorisierter Individualverkehr, also Kfz-Verkehr):

MIV.8: Umgestaltungspotential im Falle konkreter Umnutzungsabsichten:

An weiteren Streckenabschnitten lässt die Verkehrsbelastung eine Umgestaltung zu, so dass hier Gestaltungsspielraum für die Ansprüche der nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmergruppen besteht. Auch diese konkreten Umgestaltungsvorschläge sind exemplarischer Natur. –

MIV.8.a: Umgestaltung Pulverhausstraße: Die Anzahl der für den MIV verfügbaren Fahrstreifen kann von vier auf zwei Fahrstreifen reduziert werden. Der dadurch verfügbar gewordene Raum kann beispielsweise für den Bau von Radfahrstreifen (Breite 3,0 m) genutzt werden. Grundsätzlich ist denkbar, die Zahl der Abbiegemöglichkeiten zu erhöhen, damit Umwege und Reisezeitverluste reduziert werden und die Geschwindigkeit des MIV gedämpft wird. Dies ist möglich mit der Öffnung des Mittelstreifens und dem Bau von plangleichen Knotenpunkten, wobei Kreisverkehre gut geeignet erscheinen. Als Randbedingung ist die geplante Straßenbahntrasse zu berücksichtigen. Auch sind Leistungsfähigkeitsnachweise insbesondere der Knotenpunktbereiche zu erstellen. …“

Im Rahmen der Bauarbeitung zur Ausweitung der Fernwärme hat man in den letzten Monate gerade erst gesehen, wozu eine Reduktion der Pulverhausstraße von 4 auf 2 Spuren führt: Zum Verkehrschaos!

Auf der parallel verlaufenden Südtangente gibt es zu den Stoßzeiten bereits jetzt häufig genug Staus. Mit der Umsetzung dieser Planungen würde sie noch mehr belastet. Es gäbe dann im Südwesten der Stadt überhaupt kein Durchkommen mehr.

Daher wehren wir uns als AfD Kreisverband KA-Stadt vehement gegen diese ideologiegeprägten, realitätsfernen Planungen der Stadt!